Programm
Mittwoch, 19.08.2026 | 20.00 Uhr
DJ Ahmet
Seinen Alltag als Schafhirte auf dem nordmazedonischen Land lockert sich der 15-jährige Ahmet mit elektronischen Beats auf, die er aus einer selbstgebauten Anlage von seinem Traktor aus in die Welt bläst. Doch die Welt auf dem Dorf ist eng, an neue Musik nur schlecht zu kommen und auch Ahmets Vater Bayram will von der Leidenschaft seines Sohne nichts wissen. Doch dann zieht nebenan Aya ein. Die hat nicht nur eine ähnliche Leidenschaft für Musik, sondern verdreht Ahmet auch noch ganz schön den Kopf. Die beiden kommen sich näher, aber auch Ayas Weg scheint von den Eltern bereits vorgezeichnet: Sie soll mit einem anderen verheiratet werden. Doch zusammen wollen sie und Ahmed eigene Wege gehen.
Regie: Georgie M. Unkovski, MK 2025, 99 Min.
Website dj-ahmet
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Mittwoch, 26.08.2026 | 20.00 Uhr
Siri Hustved - Dance around the self
Jung, neugierig und voller Tatendrang verlässt Siri Hustvedt ihre Heimat Minnesota und stürzt sich mitten hinein ins pulsierende New York. Auf der Suche nach der Hauptfigur ihres ersten Romans beginnt eine Reise, die sie nicht nur zur Schriftstellerin macht, sondern zu einer der wichtigsten Stimmen der amerikanischen Gegenwartsliteratur. Der Film öffnet einen Blick weit über Siri Hustvedt hinaus und feiert die kämpferische Kreativität von Künstlerinnen, denen die Autorin sich verbunden fühlt. Zugleich erzählt SIRI HUSTVEDT – DANCE AROUND THE SELF die einzigartige Liebesgeschichte des legendären Autorenpaares aus Brooklyn: Siri Hustvedt und Paul Auster.
Regie: Sabine Lidl, D,CH 2026, 110 Min.
Website: siri-hustvedt-dance-around-the-self
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Mittwoch, 02.09.2026 | 20.00 Uhr
Paris Murder Mysterie
Die Amerikanerin Lilian Steiner lebt seit Jahren in Paris und hat sich dort einen Namen als brillante Therapeutin gemacht. Als ihre Patientin Paula unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, ist sie fassungslos. War es wirklich Selbstmord, wie die Polizei rasch annimmt? Oder hat jemand sehr geschickt nachgeholfen? Zusammen mit ihrem Ex-Mann Gabriel, der noch immer nicht von ihr lassen kann, begibt sich Lilian auf eine turbulente Spurensuche, um dem Geheimnis von Paula auf die Spur zu kommen.
Regie: Rebecca Zlotowski, F, 105 Min.
Website: paris-murder-mystery
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Mittwoch, 16.09.2026 | 20.00 Uhr
Karla
Kooperation mit MuSeele +++ anschließend Filmgespräch
1962 scheinen die Machtverhältnisse nicht nur zwischen Mann und Frau, sondern auch zwischen Erwachsenen und Kindern noch wie in Stein gemeißelt. Kinder sind Kinder und Erwachsene eben diejenige, denen Gehör geschenkt wird. Ihre Worte haben Gewicht, während Kind froh sein können, wenn sie überhaupt gehört werden, sobald sie den Mund aufmachen. Doch Karla ist da offensichtlich ganz anders gestrickt. Denn die Zwölfjährige will ihren Vater zur Verantwortung ziehen, weil ihre Sicherheit durch seine Nachlässigkeit nicht mehr gewährleistet war. Sie erhebt schwere Vorwürfe, die schließlich sogar vor Gericht landen.
„Karla ist viel mehr als ein Gerichtsdrama. Es ist ein Plädoyer für Menschlichkeit und das Recht auf Schweigen.“ filmstarts
Regie: Christina Tournatzés, D 2025, 104 Min.
Website: karla
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Mittwoch, 23.09.2026 | 20.00 Uhr
Erich Fried - Friendly Fire
Friendly Fire ist ein sehr persönliches Porträt des großen österreichischen Dichters Erich Fried von seinem Sohn Klaus Fried. Der Film ist eine Hommage an einen unvollkommenen, aber innig geliebten Vater, eine Reise durch ein Jahrhundert Geschichte, die uns immer wieder zu den Perspektiven des vor den Nazis von Wien nach London geflohenen deutschsprachigen Exilliteraten Erich Fried führt. Blickwinkel die heute wieder furchtbar aktuell sind.
Die „feurige“ Collage „Friendly Fire“ erzählt anders als ihr Titel von der Aussöhnung des Sohnes mit dem Vater. Der Film erkundet, wie die erlittenen Traumata Erich Frieds Lebensentwurf prägten, seinen unbedingten Willen, als deutscher Schriftsteller die gestohlene Identität zurückzuholen und im kulturellen Diskurs der Bundesrepublik gehört zu werden.
Regie: Klaus Fried, Julia Albrecht, D, A, 105 Min.
Website: erich-fried-friendly-fire
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Mittwoch, 30.09.2026 | 20.00 Uhr
Gavagai OmU
Bei den turbulenten Dreharbeiten zu einer Medea-Verfilmung im Senegal flüchtet sich Maja in eine Affäre mit ihrem Co-Star Nourou. Monate später treffen sie sich bei der Premiere des Films in Berlin. Alte Gefühle flammen auf, aber ein rassistischer Vorfall belastet ihr Wiedersehen. Die Spannungen werden nicht kleiner, als jeder versucht, das Richtige zu tun. Während sich die antike Tragödie auf der Leinwand zuspitzt, entfaltet sich ein zeitgenössisches Drama.
„Gnadenlos gut beobachtet – und dazu oft auch noch saulustig.“ filmstarts
Regie: Ulrich Köhler, D, F 2025, 89 Min.
Website: gavagai
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Mittwoch, 07.10.2026 | 20.00 Uhr
Billie - Legende des Jazz OmU
Kooperation mit Jazz IG – Im Rahmen der Ausstellung „Hundreds Shades of Jazz“ Fotografien von Gudrun Latten bei Lambert im Weberareal
Mit Hilfe von mehr als 200 Stunden bisher unveröffentlichter Interviews zeichnet der Film die faszinierende Geschichte der Jazzsängerin Billie Holiday nach, die vor allem durch all jene erzählt wird, die sie am besten kannten und die ihr nahestanden.
Regie: James Erskine, GB 2020, 98 Min.
Website: billie-legende-des-jazz
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Mittwoch, 21.10.2026 | 20.00 Uhr
Das Beste liegt noch vor uns Italienisch mit UT
Kooperation mit VHS Göppingen
Giovanni, ein bekannter italienischer Filmemacher, bereitet sich auf die Dreharbeiten zu seinem neuen Film vor. Doch zwischen seiner kriselnden Ehe, seinem französischen Produzenten Pierre, der kurz vor dem Bankrott steht, der im Streaming-Zeitalter strauchelnden traditionellen Filmbranche, Streit mit einer seiner Darstellerinnen und seiner Tochter, die ihn vernachlässigt, scheint alles gegen ihn zu arbeiten! Giovanni, der scheinbar mit allem immer auf der Kippe steht, muss als seine Arbeitsweise überdenken, wenn er seine ganze kleine Welt in eine strahlende Zukunft führen will. „So wie Giovanni noch einmal die Kurve kriegt, so schafft das auch Nanni Moretti mit seinem Film, der immer leichter und witziger wird. Ein paar Gesangs- und Tanzeinlagen sind ebenfalls dabei und wirken beinahe so kathartisch wie ein Regenguss nach einem langen, viel zu heißen Sommertag in Rom.“
Regie: Nanni Moretti, I 2026, 95 Min.
Website: das-beste-liegt-noch-vor-uns
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Mittwoch, 28.10.2026 | 20.00 Uhr
Lebensansichten eines Huhns
Am Anfang war das Ei. Oder doch das Huhn? Für die existenziellste aller Fragen bleibt auf einer Hühnerfarm wenig Zeit. Es ist das Los des flauschigen Federviehs, dass es los muss – direkt nach dem Schlüpfen über Fabriklaufbänder und Autobahnen – und nicht selten im Suppentopf endet. Der Zufall will es, dass auf einem griechischen Hühnerhof ein schwarz gefiedertes und besonders kluges Hühnchen eines Tages entschlüpft und loszieht in die große, weite Welt. Nach einem Tankstellen-Rendezvous mit einem hungrigen Fuchs nutzt es eine Mitfahrgelegenheit mit einem Lkw. Doch ein Hund verschleppt das renitente Federtier auf den Hinterhof eines heruntergekommenen Restaurants. Dessen alternder Besitzer steht nur scheinbar besser da, denn der Laden läuft nicht mehr und schlecht gelaunte Schmuggler gehen ein und aus. Für das Huhn beginnt ein neuer Lebensabschnitt: Es stolpert in die kriminellen Verstrickungen der dort lebenden Familie, die ihrerseits ums Überleben kämpft.
Regie: György Pálfi, HUN, D, GR 2026, 96 Min.
Website: lebensansichten-eines-huhns
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Mittwoch, 4.11.2026 | 20.00 Uhr
Ich verstehe ihren Unmut
Kooperation mit der Gemeinwohlökonomiegruppe Göppingen
Heike arbeitet als Objektleiterin in der Gebäudereinigung und vermittelt täglich zwischen Kundinnen, Firmenleitung und Reinigungskräften. Nach dem Versuch, gegen die Vorschrift einen nicht offiziellen Arbeiter von einem wichtigen Subunternehmer abzuwerben, droht dieser, nicht mehr auszuhelfen, es sei denn, er bekommt mehr Stunden und Umsatz. Um den Forderungen nachzukommen, gerät Heike immer mehr in einen Konflikt zwischen der Verantwortung gegenüber ihren eigenen Mitarbeiterinnen und den Bedingungen der Arbeitswelt im Niedriglohnsektor.
Regie: Kilian Armando Friedrich, D 2026, 93 Min.
Website: ich-verstehe-ihren-unmut
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Mittwoch, 18.11.2026 | 20.00 Uhr
Nur ein kleines bisschen Glück
Frankreich, 1940. Während das Land im Chaos des Krieges versinkt, hat Jean Chevalin ganz eigene Probleme: Sein Leben läuft miserabel. Ein Tag als Soldat der französischen Armee reicht ihm, um festzustellen, dass er für den Kriegsdienst absolut ungeeignet ist. Also desertiert er, um wieder zu dem zurückzukehren, was er am besten kann: sich durchs Leben zu mogeln und dabei stets vom Pech verfolgt zu werden. Doch weil er glaubt, wirklich jeder habe mehr Glück als er, fasst Jean einen Plan, der so absurd ist, dass er fast schon genial wirkt: Er gibt sich als Jude aus, um mit seiner Familie Hilfe zu bekommen und heimlich in die unbesetzten Gebiete im Süden des Landes zu gelangen. Eine hoffnungsvolle, aber reichlich naive Idee, die ihn von einem komischen Schlamassel in den nächsten stürzt. Plötzlich erwachen in Jean ungeahnte Talente: chaotische Improvisation, riskante Ausreden und panische Spontanentscheidungen bestimmen seinen Alltag. Während seine Familie zwischen Ungläubigkeit und Bewunderung schwankt, stolpert Jean durch eine Welt voller Bürokratie, Misstrauen und unfreiwillig komischer Begegnungen – immer in Sorge, dass seine „Tarnung“ jeden Moment auffliegen könnte.
Regie: Pascal Elbe, F 2026, 125 Min.
Website: nur-ein-kleines-bisschen-glueck
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Mittwoch, 25.11.2026 | 20.00 Uhr
Verflucht normal
Kooperation mit MuSeele
Der 1971 geborene Schotte John Davidson leidet von Kindheit an unter einer besonders schweren Form des Tourette-Syndroms, die zu körperlichen Ausfällen und ungewollten verbalen Entgleisungen führt. Lange stieß er in der Familie und in seinem Umfeld auf Unverständnis, wurde ausgegrenzt und verprügelt. Erst als eine befreundete Krankenschwester ihm zu helfen begann, ging es aufwärts, und es stellten sich Erfahrungen von Akzeptanz ein. Eine Filmbiografie über einen der bekanntesten Tourette-Aufklärer, inszeniert als mitreißende, anrührende und warmherzige Tragikomödie. Glaubwürdig und unsentimental sensibilisiert der Film für ein Leben mit Tourette-Syndrom, unterstützt von diskreter Kameraarbeit, unaufdringlicher Musik und einem ausgezeichneten Ensemble.
Regie: Kirk Jones, GB 2026, 120 Min.
Website: verflucht-normal
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Mittwoch, 2.12.2026 | 20.00 Uhr
Sounds of Paris - Französisch mit Untertiteln
Kooperation mit VHS Göppingen
Am Tag der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele vibriert Paris vor Energie. Mitten in diesem Ausnahmezustand kämpft Elisabeth um ihr inneres Gleichgewicht. Die hörgeschädigte junge Frau arbeitet für eine Appartementvermittlung und hetzt zwischen Ferienwohnungen, gestressten Gästen und den Erwartungen ihres Arbeitgebers umher. Als sie dabei dem unbeschwerten Amerikaner Elijah begegnet, entsteht zwischen der in sich gekehrten jungen Frau und dem quirligen Rucksacktouristen inmitten des urbanen Trubels eine unerwartete Freundschaft.
Regie: Laurent Slama, F 2026, 77 Min.
Website: sounds-of-paris
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Mittwoch, 16.12.2026 | 20.00 Uhr
Bitteres Fest
Zwei Zeitebenen und zwei Perspektiven verweben sich zu einem vielschichtigen Spiel zwischen Realität und Fiktion: Die erfolgreiche Werbefilmregisseurin Elsa stürzt sich nach dem Tod ihrer Mutter in ihre Arbeit, ohne sich Raum zum Trauern zu geben. Erst nach einer Panikattacke erlaubt sich Elsa eine Auszeit und reist nach Lanzarote. Begleitet wird sie von ihrer Freundin Patricia, die mehrfach von ihrem Mann verlassen wurde, und während des langen Festtagswochenendes im Dezember nicht in Madrid bleiben will. In einer anderen Zeit in der gleichen Stadt arbeitet der erfolgreiche Autor und Regisseur Raúl Durán, der gegen eine lange kreative Krise ankämpft, an seinem neuen Werk – und schreibt genau jene Geschichte, die Elsas Leben erzählt.
Regie: Pedro Almodovar, ES 2026, 111 Min.
Website: bitteres-fest
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Mittwoch, 23.12.2026 | 20.00 Uhr
Etwas ganz Besonderes
Lea hat sich bei einer Castingshow beworben. Der Redakteur fragt: „Wer bist Du und was macht Dich aus?“ Lea weiß es nicht und beginnt, nach einem passenden Ich zu suchen. Unterdessen wird in ihrem Heimatort das Museum kostspielig aus EU-Töpfen saniert, während zeitgleich die Pension ihrer Familie ums wirtschaftliche Überleben kämpft.Leas Familie, das sind ihre Eltern, Matze und Rieke, frisch getrennt da Rieke schwanger von einem neuen Mann ist, allerdings noch recht ungeübt in den neuen Familienverhältnissen. Ihre Großeltern, die ebenfalls selbst genug Probleme haben, miteinander und mit ihrem Waldhotel, das in der abgelegenen Region mehr Geld verschlingt als es einbringt. Wer also ist die Kandidatin Lea — welche Homestory lässt sich daraus machen? Etwas ganz Besonderes ist eine Familiengeschichte. Und eine Gemengelage.
Regie: Eva Trobisch, D 2026, 116 Min.
Website: etwas-ganz-besonderes
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Mittwoch, 30.12.2026 | 20.00 Uhr
Astrid Lindgren - die Menschheit hat den Verstand verloren
Astrid Lindgren prägte mit ihren Werken Generationen von Lesern. „Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren“ nähert sich der Autorin auf neue Weise, widmet sich ihren Tagebüchern, die zwischen 1939-1945 entstanden sind und erzählt von der noch unbekannten Astrid Lindgren als Chronistin des Zweiten Weltkriegs. Die erst 2015 veröffentlichten und in mehr als 20 Sprachen übersetzen Kriegstagebücher von Astrid Lindgren lagen 70 Jahre lang in ihrem Schlafzimmer im Wäscheschrank verborgen. Sie sind eine einzigartige Dokumentation aus der Sicht einer Mutter und frühen Feministin der Schrecken von Diktatur und Terror – und appellieren leidenschaftlich an Mitmenschlichkeit, Frieden und Gleichberechtigung.
Regie: Wilfried Haucke, D, S 2025, 98 Min.
Website: astrid-lindgren-die-menschheit-hat-den-verstand-verloren
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