Programm

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Bild: hr-Dokumentation eröffnet mit hr-Koproduktion „Watching you“ das DOK-Filmfestival in München.
Mittwoch, 17.7.2024 | 20 Uhr

Watching you - die Welt von Palantir und Axel Karp

Die Einflüsse des digitalen Kapitalismus und der künstlichen Intelligenz auf die Welt sind unübersehbar. Doch wer sind die Menschen, die an der Spitze dieser Entwicklung stehen? Und nach welchen ethischen Prinzipien handeln sie? Der Film wirft einen Blick auf einen der geheimnisvollsten und mächtigsten Männer im Silicon Valley: Alex Karp, ein Milliardär mit einem Doktortitel in Philosophie. Er bezeichnet sich selbst als Neomarxist und Pazifist und ist CEO der Firma Palantir. Die erfolgreichsten Softwareprodukte seines Unternehmens werden nach Karps Angaben von Polizei zur Verbrechensvorhersage und vom Militär für gezielte Operationen eingesetzt.

Regie: Klaus Stern, D 2024, 99 Min.
Website: Watching you
Ort: Staufen Kino | Poststraße 36 | 73033 Göppingen

brombeer
Mittwoch, 24.7.2024 | 20 Uhr

Amsel im Brombeerstrauch

Etero ist fast 50 und hat schon immer allerhöchsten Wert auf ihre Unabhängigkeit gelegt. Deshalb hat sie auch nie geheiratet. Unbeirrt führt sie einen eigenen Laden mitten im georgischen Nirgendwo und lässt sich auch von hämischen Kommentaren nicht unterkriegen. Doch dann verrückt ein Unfall ihre Perspektive auf das Leben. Für sie komplett ungewohnt verliebt sie sich. Doch kann eine Beziehung mit ihrem starken Unabhängigkeitsstreben vereinbar sein? Amsel im Brombeerstrauch verwebt geschickt die Frage, inwieweit sich Frauen über traditionelle Rollenbilder wie Mutterschaft und Ehe definieren lassen sollten, mit der kraftvollen Vorstellung, dass es möglich ist, abseits dieser Erwartungen ein unabhängiges, emanzipiertes Leben zu führen – und dabei tiefes Glück und Erfüllung zu empfinden. Und manchmal ist dieses Glück einfach nur ein Stück Kuchen.

Regie: Elene Naveriani, GE, CH 2024, 115 Min.
Website: Amsel-im-Brombeerstrauch
Ort: Staufen Kino | Poststraße 36 | 73033 Göppingen

gainsbourg
Mittwoch, 31.7.2024 | 20 Uhr

Gainsbourg - der Mann, der die Frauen liebte

Das erste Porträt über Frankreichs eigenwillige und exzentrische Künstler-Ikone Serge Gainsbourg. Eine märchenhaft-musikalische Ballade mit dem Sound und dem Lebensgefühl der wilden Sixties über den wohl schillerndsten Künstler, den Frankreich je hatte. Brigitte Bardot, Juliette Greco, Jane Birkin: Die meistbegehrten Schönheiten erlagen seinem Charme und begeisterten sich für seine Musik. Regisseur Joann Sfar, der Star der französischen Comic-Szene, wirft einen Blick hinter die öffentliche Maske eines der faszinierendsten und skandalträchtigsten Musiker des 20. Jahrhunderts.

Regie: Joann Sfar, F 2010, 130 Min.
Website: Gainsbourg-der-mann-der-die-frauen-liebte

Ort: Staufen Kino | Poststraße 36 | 73033 Göppingen

evil
Mittwoch, 7.8.2024 | 20 Uhr

Evil does not exist

Takumi und seine Tochter Hana leben im Dorf Mizubiki in der Nähe von Tokio. Wie Generationen vor ihnen führen sie ein bescheidenes Leben im Einklang mit der Natur. Eines Tages erfahren die Dorfbewohner von einem Plan, in der Nähe von Takumis Haus einen Glampingplatz zu errichten, der Stadtbewohnern eine komfortable „Flucht“ in die Natur ermöglicht. Als zwei Firmenvertreter aus Tokio im Dorf ankommen, um ein Treffen abzuhalten, wird klar, dass das Projekt negative Auswirkungen auf die örtliche Wasserversorgung haben wird, was zu Unruhen führt. Die Pläne der Agentur gefährden sowohl das ökologische Gleichgewicht der Hochebene als auch die Lebensweise der Dorfbewohner – mit Folgen, die Takumis Leben nachhaltig beeinflussen.

Regie: Ryusuke Hamaguchi, JAP 2023, 106 Min.
Website: Evil-does-not-exist

Ort: Staufen Kino | Poststraße 36 | 73033 Göppingen

unschuld
Mittwoch, 21.8.2024 | 20 Uhr

Die Unschuld

Eine alleinerziehende Mutter lebt mit ihrem Sohn Minato in einem Vorort mit einem großen See und arbeitet als Lehrerin. In den letzten Jahren wurde sie von ihren Schülern und Kindern, die eigentlich ein friedliches Leben führen, bedrängt. Eines Tages bricht in der Schule eine Schlägerei aus. Aber was zunächst wie ein gewöhnlicher Streit zwischen Kindern aussieht, entwickelt sich zu etwas völlig Unerwartetem – mit einer Reihe von Beschwerden, die sich zu einem großen Problem entwickeln, das die Gesellschaft und die Medien mit einbezieht, bis die Kinder eines stürmischen Morgens plötzlich spurlos verschwinden und niemand weiß, was zu tun ist.

Regie: Hirokazu Kore-eda, JAP 2023, 127 Min.
Website: Die Unschuld

Ort: Staufen Kino | Poststraße 36 | 73033 Göppingen

bauer
Mittwoch, 28.8.2024 | 20 Uhr

Der Bauer und der Bobo

Ein Dokumentarfilm, der den Zwist seiner beiden Protagonisten geschickt und bis zur letzten Minute unterhaltsam nutzt, um die Gegensätze darzustellen zwischen Stadt und Land, Wirtschaft und Ökologie, Tradition und Fortschritt. Als einen solchen Fortschritt visualisiert der Film ganz nebenbei die Bedeutung der Sozialen Medien, die der Bauer geschickt nutzt, um neue Vermarktungswege zu erschließen. Gleichzeitig hält er damit uns Verbrauchern vor Augen, dass der nachhaltige Umgang mit unserer Umwelt bei unserem täglichen Brot beginnt. „Der Bauer und der Bobo“ ist ein wichtiger und dabei wunderbar humorvoll erzählter Dokumentarfilm über eine ungewöhnliche Männerfreundschaft, der exemplarisch die Chancen und Schwierigkeiten moderner, nachhaltiger Landwirtschaft von kleinbäuerlichen Betrieben aufzeigt.“

Regie: Kurt Langbein, D 2022, 101 Min.
Website: Der-Bauer-und-der-Bobo
Ort: Staufen Kino | Poststraße 36 | 73033 Göppingen

auerhaus
Mittwoch, 4.9.2024 | 20 Uhr

Auerhaus

Im Auerhaus gründen die vier jungen Freunde Höppner, Frieder, Vera und Cäcilia unter den skeptischen Augen der dörflichen Nachbarn eine Schüler-WG. Die Freunde finden es nämlich furchtbar, dass ihr Leben so durchgeplant erscheint. Und sie wollen Frieder helfen, der an Selbstmord denkt. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Mauern des Auerhauses die Gruppe nicht mehr beschützen können. Das Auerhaus steht noch heute in Faurndau. Die Bewohner der WG hatten damals alle im Göppinger Freihof-Gymnasium die Schulbank gedrückt. Auf ihre Art waren sie alle Aussteiger, die eine Zuflucht gesucht hatten. Die Wohngemeinschaft wollte sich nach dem Titel der Band Mandness „our house“ benennen. Im Schwäbischen klingt das dann nach Auerhaus.

„Neele Leana Vollmars Verfilmung überzeugt durch ihre Lakonie, tolle junge Darsteller und viel Atmosphäre. Der Rücksturz in die Achtziger ist garantiert.“  epd

Regie: Neele Leana Vollmars, D 2019, 104 Min.
Website: Auerhaus
Ort: Staufen Kino | Poststraße 36 | 73033 Göppingen

taste the waste
Freitag, 20.9.2024 | 20 Uhr

Taste the waste

Kooperation mit der Gemeinwohökonomie-Initiative Göppingen und foodsharing e.V. GP zum Welterschöpfungstag

Regisseur anwesend – anschließendes Publikumsgespräch

50 Prozent aller Lebensmittel werden weggeworfen: Jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot. Das meiste davon endet im Müll, bevor es überhaupt den Verbraucher erreicht. Und fast niemand kennt das Ausmaß der Verschwendung.
Wer macht aus Essen Müll? Welche Folgen hat die globale Nahrungsmittel-Vernichtung für das Klima? Und für die Ernährung von sieben Milliarden Menschen? Der Film Taste the Waste findet Antworten bei Bauern, Supermarkt-Direktoren, Müllarbeitern und Köchen. In Deutschland, Österreich, Japan, Frankreich, Kamerun, Italien und den Vereinigten Staaten. Und er findet Menschen, die unserem Essen mehr Wertschätzung entgegenbringen und Alternativen entwickelt haben, um die Verschwendung zu stoppen.

Regie: Valentin Thurn, D 2011, 88 Min.
Website: Taste-the-waste
Ort: Staufen Kino | Poststraße 36 | 73033 Göppingen

fahrstuhl
Mittwoch, 25.9.2024 | 20 Uhr

Fahrstuhl zum Schafott

Ein Mann erschießt den Ehemann seiner Geliebten. Als er eine verräterische Spur beseitigen will, bleibt er im Fahrstuhl stecken. So mißlingt der sorgfältig ausgeklügelte Plan, und der Zufall stellt alle Beteiligten vor eine neue Entwicklung. Louis Malle entwickelt in seinem Erstlingswerk die raffinierte Kriminalhandlung als ein filmisches Traumspiel. Im Zusammenwirken von stimmungsvoller Fotografie, atmosphärischer Musik von Miles Davis und sparsam-einprägsamem Spiel der Darsteller entwickelt sich eine düster-poetische Studie um Schuld und Sühne, Liebe und Mißtrauen, Zufall und Schicksal, voller Liebe zur erzählerischen Kraft des Kinos.

Regie: Louis Malle, F 1958, 90 Min.
Website: Fahrstuhl-zum-Schafott
Ort: Staufen Kino | Poststraße 36 | 73033 Göppingen

Film und Musik am Schloss

1.8 - 3.8.2024

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