Mittwoch, 18.3.2026 | 20.00 Uhr

Hannah Arendt – Denken ist gefährlich

Im Rahmen der 1. Vielfalt Tage Göppingen in Kooperation mit Kreis Göppingen nazifrei

Originalzitate aus Essays und Briefen, gesprochen von Nina Hoss, bilden gemeinsam mit Archivmaterial ein vielschichtiges Porträt von Hannah Arendt. Der Dokumentarfilm beleuchtet die Erfahrungen der großen Denkerin im Nationalsozialismus, ihre Auseinandersetzung mit dem Holocaust und ihren Versuch, das politische Weltgeschehen zu begreifen. Als Jüdin und Widerstandskämpferin stellte sie grundlegende Fragen zur Verantwortung, zur Macht und zum Wesen des Bösen.

Regie: Jeff Bieber, Maia E. Harris, D, USA 2025, 84 Min.

Website: hannah-arendt-denken-ist-gefaehrlich

Poststraße 36 | 73033 Göppingen

 
 
Mittwoch, 25.3.2026 | 20.00 Uhr

Sirat

Ein Vater und sein Sohn kommen auf einem abgelegenen Rave inmitten der Berge Südmarokkos an. Sie sind auf der Suche nach Mar, ihrer Tochter und Schwester, die vor Monaten auf einer dieser niemals endenden, schlaflosen Partys verschwunden ist. Umgeben von elektronischer Musik und einem rohen, ungewohnten Gefühl von Freiheit, zeigen sie immer wieder ihr Foto herum. Die Hoffnung schwindet, doch sie geben die Suche nicht auf und folgen einer Gruppe von Ravern zu einer letzten Party in der Wüste. Je tiefer sie in die glühende Wildnis vordringen, desto mehr zwingt sie die Reise, sich ihren eigenen Grenzen zu stellen. 

Regie: Oliver Laxe, F, ESP 2025, 115 Min.

Website: sirat

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Mittwoch, 01.04.2026 | 20.00 Uhr

How to be normal

Kooperation mit MuSeele +++ Publikumsgespräch

 Nach ihrer Entlassung aus der Psychiatrie zieht Pia zurück ins Elternhaus – doch statt Halt findet sie dort einen Kosmos aus Hilflosigkeit, Alltagsritualen und stillen Zumutungen. Während ihr Vater sie zur Arbeit drängt, die Therapeutin auf „mehr Teilhabe“ pocht und ihre Mutter sich in Fürsorge verliert, entgleitet Pia zunehmend der Wirklichkeit. 

Regie: Florian Pochlatko, A 2025, 102 Min.

Website: how-to-be-normal

 

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Mittwoch, 15.04.2026 | 20.00 Uhr

Father mother sister brother

Die drei Geschichten kreisen um die Beziehungen erwachsener Kinder zu ihren teils distanzierten Eltern und untereinander. Jedes der drei Kapitel spielt in einem anderen Land: Father ist im Nordosten der USA angesiedelt, Mother in Dublin und Sister Brother in Paris. Es ist eine Reihe von Charakterstudien, ruhig, beobachtend und ohne Wertung – und zugleich eine Komödie, durchzogen von feinen Fäden der Melancholie. 

„In seinem jüngsten Film widmet sich die lebende Independent-Kino-Legende Jim Jarmusch familiären Beziehungen. Wohl auch deshalb ist „Father Mother Sister Brother“ einer der lustigsten Filme seiner Karriere.“ filmstarts

Regie: Jim Jarmusch, USA 2025, 111 Min.

Website: father-mother-sister-brother

 

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Mittwoch, 22.4.2026 | 20.00 Uhr

Der Fremde - L´etranger Französisch mit UT

Kooperation mit VHS und Stadt Göppingen

 Meursault, ein stiller, unauffälliger Angestellter Anfang dreißig, nimmt ohne sichtbare Gefühlsregung an der Beerdigung seiner Mutter teil. Am nächsten Tag beginnt er eine Affäre mit seiner früheren Kollegin Marie und kehrt in seinen gewohnten Alltag zurück. Dieser wird jedoch bald durch seinen Nachbarn Raymond gestört, der Meursault in seine zwielichtigen Machenschaften hineinzieht – bis es an einem glühend heißen Tag am Strand zu einem schicksalhaften Ereignis kommt. 

Regie: Francois Ozon, F 2025, 120 Min.

Website: der-fremde

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Mittwoch, 29.4.2026 | 20.00 Uhr

Ostpreußen - Entschwundene Welt

Regisseur anwesend +++ Publikumsgespräch

Der Film erzählt die Geschichte Ostpreußens in der Zeit von 1912 bis 1945 ausschließlich anhand historischer Film- und Tonaufnahmen. Einen Großteil der gezeigten Bilder haben Amateurfilmer gedreht. Dadurch bietet der Film viele persönliche, biografisch Einblicke.

OSTPREUSSEN ­-  ENTSCHWUNDENE WELT ist ein reiner Kompilationsfilm – ein Kinofilm ohne nachträgliche szenische Inszenierungen, Interviews oder Neuaufnahmen der historischen Landschaft. Zwölf Jahre lang haben die Produzenten nach Filmquellen zum einst östlichsten Gebiet Deutschlands gesucht.

Regie: Hermann Pölking,D  2025, 99 Min.

Website: ostpreussen-entschwundene-welt

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Mittwoch, 06.05.2026 | 19.00 Uhr

Rote Sterne überm Feld

Mitten in der ostdeutschen Provinz wird ein wohlkonserviertes Skelett aus dem Moor gezogen. Tine und das Dorf spekulieren: Wer könnte das gewesen sein? Ein desertierter Wehrmachtssoldat? Ein verzweifelter LPGler? Der ominöse 3. Mann vom BND? Es entspinnt sich ein historisches Rätsel, in dem das letzte deutsche Jahrhundert im Heute eines Landstrichs aufscheint. Tine fragt sich: Was geht mich das an? Bis sie am eigenen Leib erfährt, wie sich die Geschichte in ihr Leben mischt. „In ihrem Debütfilm „Rote Sterne überm Feld“ führt Laura Laabs einmal quer durch die deutsche Geschichte vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart, spielt mit Verweisen und Bezügen, Bildformaten und Genremustern, was zu einem originellen Film führt, wie man ihn im deutschen Kino gerne häufiger sehen würde.“ filmstarts

Regie: Laura Laabs, D 2025, 133 Min.

Website: rote-sterne-ueberm-feld

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Mittwoch, 20.05.2026 | 20.00 Uhr

Wer rettet wen? Reloaded

Kooperation „Arbeitskreis Gutes Geld Göppingen“ und GWÖ Regionalgruppe Göppingen +++ Publikumsgespräch+++beide Regisseure anwesend

 Es hagelt wieder Rettungsschirme, es wird mit Billionen gerettet. Doch kaum einer mag sich heute die Frage stellen, wer in der Finanzkrise mit den Unsummen gerettet wurde – und was aus diesen Erfahrungen für jetzt zu erwarten ist. „Wer seine Geschichte nicht kennt, ist verdammt, sie als Tragödie zu erleiden“. Diesem Leitsatz folgend, haben Leslie Franke und Herdolor Lorenz ihren Film „Wer rettet wen?“ aus der Zeit der Finanzkrise neu aufgearbeitet und mit Beiträgen, Infos und Fragen der aktuellen Krise verbunden.

Regie: Leslie Franke, Herdolor Lorenz, D, 79 Min.

Website: wer-rettet-wen-reloaded

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Mittwoch, 27.05.2026 | 20.00 Uhr

Memory hotel

Deutschland, 1945: die fünfjährige Sophie und ihre Eltern fliehen vor der Roten Armee. Im Gepäck haben sie Fahrkarten für ein Schiff nach Amerika. Doch das Schicksal hat andere Pläne. Während einer Rast im Hotel gerät die Familie in einen Konflikt mit dem diabolischen Nazi Scharf – mit fatalen Folgen. Im Handgemenge verliert die kleine Sophie nicht nur ihre Eltern, sondern auch ihre Erinnerungen. Als sie wieder zu sich kommt, ist das Hotel in sowjetischer Hand und sie zur Köchin des Hauses befördert. Die Jahrzehnte verstreichen wie im Flug und unter der Obhut des Sowjetsoldaten Wassili wächst Sophie zur Frau heran. Noch ahnt sie nicht, dass die Wahrheit über ihre Vergangenheit den Weg in ihre Zukunft ebnen wird – und der erste Hinweis im Luftschutzkeller des Hotels seit vielen Jahren nur darauf wartet, von ihr entdeckt zu werden. 

„Mit 64 Jahren legt der Filmemacher seinen ersten abendfüllenden Film vor, an dem er mit einem kleinen Team seit 1999 rund ein Vierteljahrhundert gearbeitet hat. Damit dürfte der formal aufwendige wie inhaltlich ambitionierte Puppentrickfilm als Ausnahmewerk in die Geschichte des deutschen Animationsfilms eingehen.“ Kino-zeit

Regie: Heinrich Sabel, Stop-motion Film, D 2025, 100 Min.

Website: memory-hotel

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Mittwoch, 03.06.2026 | 20.00 Uhr

Ein einfacher Unfall

Kooperation mit MuSeele

 Als der Automechaniker Vahid zufällig auf den Mann trifft, der ihn mutmaßlich im Gefängnis gefoltert hat, entführt er ihn, um Vergeltung zu üben. Doch der einzige Hinweis auf Eghbals Identität ist das unverkennbare Quietschen seiner Beinprothese. Auf der Suche nach Gewissheit wendet sich Vahid an einen zerstreuten Kreis anderer, inzwischen freigelassener Opfer. Doch je tiefer sie in ihre Vergangenheit eintauchen und je mehr ihre unterschiedlichen Weltanschauungen aufeinanderprallen, desto größer werden die Zweifel: Ist er es wirklich? Und was hieße Vergeltung überhaupt? 

Regie: Jafar Panahi, IRAN 2025, 101 Min.

Website: ein-einfacher-unfall

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Mittwoch, 17.06.2026 | 19.00 Uhr

Silent friend

Mit Live-Performance der Musikerin und Klang-künstlerin Cassis B Staudt

 Im Herzen des botanischen Gartens der mittelalterlichen Universitätsstadt Marburg steht ein majestätischer Ginkgobaum. Seit über hundert Jahren ist er stiller Zeuge – Beobachter leiser, tiefgreifender Veränderungen im Leben dreier Menschen. 2020 wagt ein Neurowissenschaftler aus Hongkong, der die kognitive Entwicklung von Babys erforscht, ein ungewöhnliches Experiment mit dem uralten Baum.1972 erfährt ein junger Student eine innere Wandlung – ausgelöst durch die konzentrierte Beobachtung einer einfachen Geranie.1908 folgt die erste Studentin der Universität ihrer Leidenschaft für die Fotografie – und entdeckt durch das Objektiv ihrer Kamera die verborgenen Muster des Universums. 

Regie: Ildikó Enyedi, D, F, HUN 2025, 147 Min.

Website: silent-friend

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Mittwoch, 24.06.2026 | 19.00 Uhr

White snail OmU

Masha, ein belarussisches Model, träumt von einer Karriere in China. Misha arbeitet in einer Minsker Leichenhalle und erweckt die Toten in seinen Ölgemälden zum Leben. Die beiden Außenseiter fühlen sich auf ungewöhnliche Weise voneinander angezogen und streifen gemeinsam durch die warmen Sommernächte. Misha eröffnet Masha eine unbekannte Welt, die ihr Gefühl von Schönheit und Sterblichkeit auf die Probe stellt. „White Snail“ ist die fragile Liebesgeschichte zweier Außenseiter, die erkennen, dass sie nicht allein auf der Welt sind.

Regie: Elsa Kremser, Levin Peter, AUT, D, 2025, 115 Min.

Website: white-snail

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